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Website Relaunch SEO Checkliste: Rankings sichern mit 301 und Search Console

Ein Relaunch kann Rankings kosten oder stärken. Mit dieser SEO-Checkliste für 301-Weiterleitungen, Sitemap und Search Console sichern Sie Ihre Sichtbarkeit.

Von AYM FlowVeröffentlicht: Aktualisiert: 6 Min. Lesezeit

Ein Website Relaunch ist die riskanteste Phase für Ihre Sichtbarkeit bei Google. Neue URLs, geänderte Inhalte und ein anderes Template können über Jahre aufgebaute Rankings in wenigen Tagen vernichten. Mit einer sauberen SEO-Planung lässt sich das vermeiden. Diese Checkliste führt Sie durch Vorbereitung, Launch und Monitoring.

Vor dem Relaunch: Bestandsaufnahme

Sie können nur schützen, was Sie kennen. Erfassen Sie vor dem Start den Ist-Zustand der alten Website:

  • Crawl der Live-Seite mit einem Crawler: alle URLs, Statuscodes, Titel, Meta-Beschreibungen, Überschriften und interne Links exportieren.
  • Search Console exportieren: Seiten, Suchanfragen, Klicks und Impressionen der letzten 12 bis 16 Monate. Das ist Ihre Referenz für den Vorher-Nachher-Vergleich.
  • Analytics-Daten: Welche Seiten bringen Anfragen oder Umsatz? Diese haben höchste Priorität.
  • Backlinks: Seiten mit vielen externen Verlinkungen dürfen unter keinen Umständen ins Leere laufen.
  • Bestehende Weiterleitungen und Sonderseiten wie Landingpages, PDF-Dateien und Bilder dokumentieren.

Bewerten Sie jede vorhandene Seite: behalten, überarbeiten, zusammenführen oder entfernen. Seiten mit Rankings, Backlinks oder Anfragen bleiben erhalten. Dünne Seiten ohne Nutzen können Sie zusammenführen, doch löschen Sie nichts, ohne eine Weiterleitung auf einen thematisch passenden Ersatz zu planen. Ein solches Inhaltsinventar ist die Grundlage für das Mapping und für die neue Informationsarchitektur.

URL-Mapping und 301-Weiterleitungen

Das Herzstück jedes Relaunchs ist eine Tabelle, die jede alte URL einer neuen URL zuordnet. Ändert sich eine Adresse, brauchen Sie dauerhafte Weiterleitungen mit dem Statuscode 301. Google beschreibt dies in der Anleitung zu Weiterleitungen und Google Suche.

  • Leiten Sie jede alte URL direkt auf die thematisch passende neue Seite um, nicht pauschal auf die Startseite.
  • Vermeiden Sie Weiterleitungsketten (A nach B nach C). Eine Weiterleitung pro URL genügt.
  • Behalten Sie die Weiterleitungen mindestens ein Jahr bei, besser dauerhaft.
  • Wenn möglich, behalten Sie URLs unverändert. Jede nicht geänderte URL ist ein gesparter Risikofaktor.
  • Entfällt eine Seite ersatzlos, ist ein 410 oder eine gute 404-Seite sauberer als eine irreführende Umleitung.

Legen Sie das Mapping als Tabelle mit den Spalten alte URL, neue URL und Statuscode an. Berücksichtigen Sie dabei auch Varianten: mit und ohne www, http und https, mit und ohne abschließenden Schrägstrich sowie URLs mit Parametern. Kurze, thematisch gleiche Regeln lassen sich als Muster in der Serverkonfiguration abbilden, Einzelfälle pflegen Sie als eigene Einträge.

Technische Prüfung auf der Staging-Umgebung

Testen Sie die neue Website vollständig, bevor sie live geht. Die Staging-Umgebung sollte per Passwortschutz oder noindex vor Indexierung geschützt sein, und genau dieser Schutz muss beim Launch wieder entfernt werden.

  1. Title, Meta-Beschreibung und H1 sind auf jeder Seite vorhanden und einzigartig.
  2. Canonical-Tags zeigen auf die jeweils bevorzugte URL-Variante (mit oder ohne www, https).
  3. Die XML-Sitemap enthält nur indexierbare Seiten mit Statuscode 200.
  4. robots.txt blockiert weder CSS und JavaScript noch wichtige Verzeichnisse.
  5. Strukturierte Daten (Organisation, Breadcrumbs, FAQ, Produkte) sind valide.
  6. Bei mehrsprachigen Auftritten sind hreflang-Verweise gegenseitig korrekt, siehe unsere hreflang-Anleitung.
  7. Die Core Web Vitals sind mindestens so gut wie auf der alten Seite, siehe WordPress schneller machen.
  8. Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Consent sind erreichbar und funktionieren, und der Consent-Banner blockiert keine Inhalte für Crawler.

Prüfen Sie auf dem Staging-System auch die Inhalte auf Vollständigkeit: Sind alle Texte, Bilder mit Alternativtexten, interne Links und Formulare vorhanden? Wurde der alte Seitentitel nicht versehentlich durch einen Platzhalter ersetzt? Ein Abgleich der Überschriftenstruktur und der Textlängen zwischen alter und neuer Seite zeigt schnell, ob wichtige Inhalte verloren gegangen sind.

Der Launch-Tag

Planen Sie den Livegang für eine Zeit mit wenig Traffic und halten Sie die folgenden Schritte bereit:

  • noindex und Passwortschutz entfernen und robots.txt der Live-Umgebung prüfen.
  • Weiterleitungen aktivieren und stichprobenartig, besser vollständig, per Crawl testen.
  • Neue XML-Sitemap in der Google Search Console einreichen.
  • Wichtige URLs mit dem URL-Prüftool testen und Indexierung anfordern.
  • Bei Domainwechsel zusätzlich das Tool zur Adressänderung nutzen und die Hinweise der Google-Anleitung zum Website-Umzug mit URL-Änderungen befolgen.
  • Tracking und Conversion-Messung (nach Einwilligung) kontrollieren.

Halten Sie ein Backup der alten Website und einen Plan für den Fall bereit, dass etwas schiefgeht, etwa einen schnellen Rollback der Weiterleitungsregeln. Informieren Sie das Team, wer für Server, Weiterleitungen und Search Console zuständig ist, und planen Sie die Veröffentlichung nicht unmittelbar vor einem Wochenende oder einer Kampagne.

Monitoring nach dem Relaunch

Die ersten Wochen entscheiden. Prüfen Sie täglich in der Search Console den Bericht zur Seitenindexierung, die Crawling-Statistiken und Fehler wie 404 oder Serverfehler. Vergleichen Sie Klicks und Impressionen mit Ihrem Export vom Vortag des Launches. Kleine Schwankungen sind normal, weil Google neu bewertet. Ein anhaltender Einbruch bei einzelnen URLs deutet meist auf fehlende oder falsche Weiterleitungen, gekürzte Inhalte oder versehentliches noindex hin.

Ein einfacher Überwachungsplan hilft, nichts zu übersehen:

  • Tag 1 bis 3: Statuscodes, Indexierung der wichtigsten Seiten und Serverfehler täglich prüfen.
  • Woche 2 bis 4: Klicks, Impressionen und Positionen der Top-Seiten mit dem Export vergleichen, interne Links und Weiterleitungen nachbessern.
  • Nach drei Monaten: Gesamtbilanz ziehen, nicht mehr benötigte Weiterleitungen dokumentieren und Inhalte mit Potenzial ausbauen.

Typische Fehler sind vergessene noindex-Tags, Weiterleitungen auf die Startseite, gelöschte Inhalte mit guten Rankings, geänderte interne Verlinkung und das Vergessen von Bildern und PDF-Dateien. Wer das vermeidet, verliert in der Regel nur kurzfristig Sichtbarkeit und gewinnt langfristig durch bessere Technik.

Nutzen Sie den Relaunch auch als Chance: Veraltete Inhalte aktualisieren, Ladezeiten verbessern und die interne Verlinkung klarer gestalten. Wer den Relaunch nur als Designwechsel versteht, lässt viel Potenzial liegen. Wer ihn als technische und inhaltliche Überholung plant, kann Sichtbarkeit nicht nur sichern, sondern ausbauen.

Informieren Sie wichtige Partner, Verzeichnisse und Verlinker über neue Adressen, wenn sich URLs grundlegend ändern. Zwar leiten 301-Weiterleitungen Signale weiter, doch direkte Links auf die neue Adresse sind stabiler und sparen Ladezeit.

Relaunch mit SEO-Absicherung

Ob ein Relaunch zum Erfolg wird, entscheidet sich vor dem ersten Design-Entwurf. Wir planen SEO Dienstleistungen wie URL-Mapping, Weiterleitungen und Search-Console-Monitoring fest in jedes Webdesign-Projekt ein. Welche Kosten ein neues Projekt verursacht, zeigt unser Beitrag Was kostet eine Website.

Planen Sie einen Relaunch? Schildern Sie uns Ihre aktuelle Website, und wir geben Ihnen eine ehrliche Einschätzung der Risiken. Hier geht es zur Angebotsanfrage.

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Häufig gestellte Fragen

Verliere ich bei einem Relaunch zwangsläufig Rankings?

Nein. Mit URL-Mapping, sauberen 301-Weiterleitungen und unveränderten Inhalten bleiben die Rankings meist stabil. Kurzfristige Schwankungen in den ersten Wochen sind normal.

Wie lange sollte ich 301-Weiterleitungen behalten?

Mindestens ein Jahr, besser dauerhaft. Solange Links oder Lesezeichen auf alte URLs zeigen, sollten diese weiterleiten.

Muss ich nach dem Relaunch die Sitemap neu einreichen?

Ja. Reichen Sie die neue XML-Sitemap in der Google Search Console ein und prüfen Sie anschließend, ob Seiten korrekt indexiert werden.

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